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Aufsteckblitze in der Porträt-, Reportage- und Makrofotografie

Wer mit der Fotografie beginnt, wird meist mit einem aufklappbaren Bordblitz in den Themenbereich der Blitzlichtfotografie einsteigen …

Kein Wunder also, dass selbst professionelle Kameras wie die nach wie vor äußerst beliebte Nikon D 750 eine solche kompakte Lichtquelle mit „an Bord“ haben. Auch Olympus hat seiner OM-D E-M5 Mark II, die sich durchaus an ambitionierte Anwender richtet, einen Mini-Blitz beigelegt. Der lässt sich, gerade so wie größere Aufsteck- und Systemblitze, auf dem Zubehörschuh der Kamera montieren. Allerdings besitzt das FL-LM 3 Blitzgerät keine interne Stromversorgung. Die erfolgt, via Mittenkontakt, über den ohnehin schon nicht üppig dimensionierten Akku der Kamera.

Machen aufklappbare Bordblitze überhaupt Sinn?

Dennoch vermag auch ein derart miniaturisierter externer Blitz beim Aufhellen gute Dienste zu leisten. Das gilt ebenso für die fest verbauten Bordblitze, die freilich niemals an die Power und das Leistungsspektrum externer Systemblitze heran reichen. Manche Hersteller, wie Sony bei seiner Alpha 7 Serie oder Canon bei der 6 D, verzichten daher komplett darauf. Auch Nikon hat bei seinem Nachfolger der D 750 auf einen Bordblitz verzichtet. User der schon jetzt äußerst beliebten D 780 müssen sich daher von Anfang an einen externen Blitz zulegen.

Dabei ließen sich mit dem Bordblitz der D 750, als Master eingesetzt, weitere externe Blitzgeräte im Slave Modus auslösen und steuern, so dass selbst der „Mini“ durchaus seinen Sinn hatte.

Wofür kann ein Aufsteckblitz benutzt werden?

Tatsächlich liegt hier, in ihrer Masterfunktion, nur eine der äußerst nützlichen Funktionen externer Systemblitze. Denn mit nur einem Aufsteckblitz, der über die entsprechende Funktionalität verfügt, lässt sich eine ganze „Armada“ weiterer Blitzgeräte auslösen, die völlig frei und just in jenem Winkel, den wir als Fotografen benötigen, um das Motiv herum platziert sind. Damit kann ein Aufsteckblitz, zum Beispiel von Nikon, einen Blitzauslöser ersetzten. Eine Funktion, die freilich auch in diverse Aufsteckblitze der Fremdhersteller verbaut wurde.

So gilt zum Beispiel der Metz mecablitz 44 AF-2, den selbst Profifotograf Olaf gerne einsetzt, als ein echter Allrounder. Eine leistungsstarke und dennoch preisgünstige Lösung für engagierte Fotografen, die nicht zuletzt durch ihre einfache Handhabung über 4 intuitiv bedienbare Tasten punktet. Denn damit kann der externe Blitz entweder in den TTL Modus, eine voll manuelle Betriebsart oder aber in die Slave Funktion gesetzt werden. Somit lässt sich dann ein zweiter Aufsteckblitz, den wir frei im Raum platziert haben, mit dem 44 AF-2 auslösen.

Die vierte und letzte Taste zündet dagegen ein integriertes LED-Licht, das insbesondere für Videografen interessant ist; nicht zuletzt darf der 44 AF-2 von Metz mit seiner Leitzahl von 44 (bei ISO 100) auch noch als relativ leistungsstark gelten und kann daher auch als Blitzgerät für Reportagefotografen in Betracht kommen.

Daher möchte Robert an dieser Stelle die Vorteile des mecablitz 44 AF-2 nochmals kurz zusammenfassen:

  • ein Aufsteckblitz, der sich kinderleicht einstellen lässt
  • eine preisgünstige und dennoch leistungsstarke Alternative zu nativen Blitzgeräten
  • sowohl für den vollautomatischen TTL Betrieb geeignet wie auch manuell einstellbar
  • integrierte Master-Funktion, die es ermöglicht, weitere externe Blitze im Slave Modus auszulösen
  • Leitzahl 44 bei ISO 100, was bedeutet, dass wir bei Blende 8 ein gut 5 Meter entferntes Motiv noch ausreichend ausleuchten
  • integriertes, leistungsstarkes LED-Licht
  • voll schwenkbarer Reflektor für`s indirekte Blitzen

Ein Aufsteckblitz, zum Beispiel von Canon, in der Reportagefotografie

Im Gegensatz zu People- und Porträtfotografien, die ihr Model entweder in einer natürlichen Lichtstimmung in Szene setzen oder aber ein Lichtsetup aus mehreren System- oder gar Studioblitzgeräten einsetzen, müssen Fotoreporter in aller Regel mit nur einem Aufsteckblitz auskommen. Schließlich soll ja gerade der „rasende Reporter“ stets mobil bleiben.

Umso wichtiger ist daher ein möglichst frei schwenkbarer Reflektor, der auch ein indirektes Blitzen über eine (weiße) Decke, eine Wand oder ein Fenster zulässt. Canons Speedlite 430EX III-RT, das im Reigen der Aufsteckblitze im mittleren Preissegment rangiert, lässt sich zum Beispiel um 150 ° nach rechts und 180 ° nach links drehen. Zudem lässt sich der Reflektor um 90 ° nach oben neigen, so dass praktisch sämtliche Wünsche, die Fotografen mit dem so genannten „Bouncen“ verbinden, seitens des Herstellers erfüllt sind.

Eigenschaften des Canon 430EX III-RT Aufsteckblitz kurz zusammengefasst:

  • kompakt und leistungsstark
  • einfache Bedienung / intuitiv nutzbares Interface
  • entfesselt einsetzbar
  • flexibel justierbarer Reflektor für eine indirekte Ausleuchtung und besonders schmeichelhafte Porträts

Ein erstes Fazit?

Beim Aufsteckblitz, sei es nun von Panasonic, Sony oder Canon, müssen wir also nicht zwangsläufig viel Geld in die Hand nehmen. Denn häufig bieten auch Systemblitze aus dem mittleren Preissegment sämtliche Funktionen, die in der modernen Blitzlichtfotografie von Belang sind.

Interessant sind – neben den bereits genannten Features – freilich auch die so genannten Recyclingzeiten sowie die Stromversorgung. Der vorgestellte Canon Blitz bezieht seine Power zum Beispiel aus Mignonzellen (Typ AA-Batterien) und benötigt nach seiner Zündung gut 3 Sekunden, bis er wieder einsatzbereit ist.

Das geht bei größeren und teureren Aufsteckblitzen häufig schneller. Hier muss sich jeder (Hobby) Fotograf also die Frage stellen, inwieweit die Recyclingzeit für ihn selbst wichtig ist.
Denn Sport- und Fotoreporter stellen naturgegeben völlig andere Herausforderungen an ihr Equipment als Fotografen, die ihren Blitz für Nahaufnahmen oder Porträts nutzen.

Wofür setzen wir einen Aufsteckblitz ein?

Tatsächlich solltest du dir vor jeder Kaufentscheidung die Frage stellen, wofür du einen Aufsteckblitz (oder auch ein Objektiv) hauptsächlich einsetzt.

Unter anderem können externe Aufsteckblitze in der:

  • Reportagefotografie

für

  • Porträts

oder auch für

  • Makro- und Produktfotos

genutzt werden.

Gerade hier, für Nahaufnahmen, existieren dann auch spezielle Makroblitze, wie das Nikon R1C1 Makroblitz-Kit, bei dem zwei Blitzköpfe zangenförmig vorn am Objektiv montiert sind. Die werden dann im Slave Modus durch die kabellose IR-Blitzfernsteuerungseinheit SU-800 ausgelöst, die dazu auf dem Zubehörschuh der Kamera montiert ist. So entstehen weitgehend schattenfrei ausgeleuchtete Nahaufnahmen.

Allerdings lassen sich Makrofotos auch mit „normalen“ Aufsteckblitzen, die selbst auf dem Zubehörschuh der Kamera montiert sind, zufriedenstellend ausleuchten; Voraussetzung dafür sind Makroobjektive mit einer längeren Brennweite, wie das Sigma 180 mm F 2.8 EX DG OS HSM Objektiv, die einen größeren Abstand zwischen Linse und Motiv zulassen. Denn je kürzer die Brennweite ist und je näher wir bei Nahaufnahmen an die Blüte oder das Insekt heranrücken, desto schwieriger gestaltet sich die Ausleuchtung. Einmal ganz davon abgesehen, dass jeder Falter und jede Libelle bei der kleinsten unbedachten Bewegung und Annäherung auf und davon fliegt.

Wichtige Begriffe rund um die Blitzlichtfotografie kurz erklärt

  • Beim so genannten Bouncen wird die per se winzige (und damit harte) Lichtquelle, sprich der Kopf des Aufsteckblitzes, zur Decke geklappt oder gegen eine weiße Wand gewandt. Aufgrund der Reflexion durch diese dann wesentlich größere (Decken- oder Wand) Fläche, entsteht ein wunderbar weiches Licht, das jeder porträtierten Person und jedem Produkt schmeichelt.

Daher an dieser Stelle Olafs und Roberts Expertentipp: In einem kleineren Zimmer, das ausnahmslos weiße Wände und eine weiße Decke besitzt, lässt sich – vor allem dann, wenn wir mehrere Blitze entfesselt einsetzen – beim indirekten Blitzen fast die Wirkung einer Lichtwanne erreichen. Nur einer der Gründe, warum manche User ihre Produkte, die sie auf Kleinanzeigenportalen zum Kauf anbieten, in der Badewanne shooten!

  • Beim TTL und E-TTL (beim Canon Aufsteckblitz) Blitzen wird die benötigte Lichtmenge vollautomatisch – through the lens – gemessen und eingestellt. Somit entstehen auch in hektischen (Reportage) Situationen perfekt belichtete Blitzlichtaufnahmen, wohingegen fortgeschrittene Porträt- und Produktfotografen ihre Blitzgeräte und die Kamera häufig auch manuell einstellen.
  • Die Blitzsynchronzeit beziffert die kürzest mögliche Verschlusszeit, die (d)eine Kamera im Zusammenspiel mit einem System- oder Aufsteckblitz zulässt. Diese liegt bei der Canon 6 D Mark 2 zum Beispiel bei 1/180 Sekunde, wohingegen die Nikon D 780 1/200 Sekunde und Panasonics S 1 sogar eine Blitzsynchronzeit von 1/320 Sekunde ermöglicht. Allerdings gibt es im Zusammenspiel mit dafür geeigneten Blitzgeräten, auch die Möglichkeit zur so genannten Kurzzeitsynchronisation; unter anderem lässt oben genannte Nikon eine automatischen FP-Kurzzeitsynchronisation zu.
  • Als Master Blitz steuert ein Blitzgerät einen oder mehrere Aufsteckblitze (wie zum Beispiel den Metz mecablitz 44 AF-2), die durch eine entsprechende Programmierung in den Slave Modus versetzt sind. Dabei können sowohl ein dazu konzipierter Bordblitz, ein kleiner Aufsteckblitz wie das Olympus FL-LM 3 Blitzgerät oder auch ein großer Systemblitz eine derartige Master-Funktion übernehmen und dabei dann die „Sklavenblitze“ per Lichtsignal auslösen und steuern. Trigger lösen Blitze, die wir entfesselt einsetzen wollen, dagegen durch ein Funksignal aus, eine Methode, die – gerade im Freien – als zuverlässiger gilt.

Dazu Roberts und Olafs Expertentipp: Die Reichweite eines Funkauslösers kannst du auf der Verpackung und/oder in der Produktbeschreibung ablesen; teilweise können Trigger sogar „Sklavenblitze“, die hinter Wänden oder Dekorationsgegenständen stehen, zuverlässig steuern und auslösen!

Diffusoren & andere Lichtformer

Wer keinen zur Decke klappbaren Aufsteckblitz sein Eigen nennt, kann natürlich auch jederzeit mit entsprechenden Diffusoren und Lichtformen für ein angenehmes, weiches Licht sorgen. Die gibt es von unterschiedlichen Herstellern und in ganz verschiedenen Größen, so dass manche Lösungen nur noch „entfesselt“ – sprich: bei einem vom Kameragehäuse gelösten Aufsteckblitz – in Betracht kommen, weil der Aufbau ansonsten zu unhandlich ist und dem Fotografen die Sicht nimmt.

Andere Lösungen wiederum präsentieren sich klein und handlich, so dass dein Aufsteckblitz von Sony oder Canon kaum schwerer oder unhandlicher denn zuvor wirkt. So nutzt Robert gerne eine MagSphere von MAGMOD, da er damit auch bei einer hektischen Hochzeitsgesellschaft oder auf Tagungen noch äußerst mobil bleibt.

Dabei handelt es sich um ein spezielles und hochwertiges Magnet-Diffusor-Aufsatzsystem für Aufsteckblitze, das sich auch im „on camera“ Betrieb noch problemlos ausbalancieren und betreiben lässt. Wer sich für jeden seiner Aufsteckblitze die dazu passende MagGrip Magnethalterung zulegt, kann mit dem Halbkugel-Diffusor zudem problemlos zwischen all seinen System- und Aufsteckblitzen hin und her switchen.

Diejenigen, die sich näher mit dem Gebiet der Produkt- oder Porträtfotografie befassen möchten, sollten sich dagegen ruhig auch mal Durchlichtschirme und Softboxen, die sich mit Aufsteckblitzen ausrüsten und damit quasi zur stromunabhängigen Studioblitzanlage umfunktionieren lassen, umschauen!

Stabblitze und Aufsteckblitze mit Rundkopf

Wer auf der Suche nach dem stärksten mobilen, noch mit der Kamera verbundenen Blitzgerät ist, der landet häufig bei Stabblitzgeräten wie dem Nissin MG10, der im Set mit dem Air 10 S Steuergerät für das jeweils benutzte Kamerasystem (Canon, Nikon, Sony, Fuji, (Micro-) Four Thirds und Leica) verkauft wird und für etwa 600 Euro angeboten wird. Der Vorteil: Der eigentliche Blitz befindet sich seitlich neben der Kamera auf einer Schiene, während lediglich die Steuereinheit auf dem Zubehörschuh montiert wird. Somit lassen sich der Blitz und dessen Leuchtwinkel weitaus besser ausrichten, als wenn mit einem klassischen Aufsteckblitz, also einer „on camera“ Lösung, fotografiert wird. Dennoch kann man Blitz und Kamera als Einheit mit sich herumtragen.

Wer Aufsteckblitze sucht, die bereits ohne Diffusoren und Lichtformer ein gefälliges Licht produzieren, könnte zudem Lösungen mit Rundkopf, wie den Profoto A1X, in Betracht ziehen. Ein Blitz, der zugleich Aufsteckblitz wie auch, so jedenfalls der Slogan des Herstellers, der „kleinste Studioblitz der Welt“ ist. Tatsächlich punktet der hochprofessionelle A1X mit einem integrierten LED-Einstelllicht (man kann also die Bildwirkung bereits im Vorfeld beurteilen!), einer extrem schnellen Blitzfolge (nach nur ca. einer Sekunde ist der A1X schon wieder auslösebereit!) sowie seinem wunderschönen Licht.

Integriert sind in diesem Aufsteck-Studioblitz bereits Funkfernbedienung und Empfänger – der Profoto kann also auch entfesselt genutzt werden. Eine frappierend ähnliche Lösung bietet auch Godox mit seinem Godox V1-F TTL an, ebenfalls ein Aufsteckblitz mit Rundkopf, der zum Beispiel kompatibel für Fuji, Sony und Panasonic Kameras (passt hier sowohl für die Vollformat- wie auch MFT Kameras) auf dem Markt ist.

Blitzen für Fortgeschrittene

Leider tendieren leistungsstarke, moderne Aufsteckblitze dazu, natürliche Lichtstimmungen – insbesondere bei schwachem Umgebungslicht, zum Beispiel in einer schummrigen Kneipe – regelrecht zu erschlagen. Daher müssen wir Blitzgeräte gerade dann, wenn wir eine natürliche Lichtstimmung erhalten wollen, sehr vorsichtig und dosiert einsetzen.

Hierzu bietet sich die Blitzkorrektur – meist in ganzen und halben Blendenstufen justierbar – regelrecht an. Zudem gibt es häufig eine so genannte Bracketing-Funktion, die eine Serie von Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung oder unterschiedlichem Weißabgleich aufnimmt. Eine spezielle Unterfunktion stellt dabei das so genannte Blitz-Bracketing dar, bei dem die Kamera auch beim Blitzeinsatz eine Aufnahme „normal“, die zweite jedoch überbelichtet und eine dritte scheinbar unterbelichtet auslöst und speichert. Dadurch kannst du im Anschluss dann just jene Aufnahme, die deinen Vorstellungen am nächsten kommt, heraussuchen.

Zudem kann sowohl normal, also auf den ersten Verschlussvorhang (hier „friert“ der Blitz Bewegungen ein) wie auf den zweiten Verschluss geblitzt werden, ein Vorgang, der in der Sprache der Kamera Rear genannt wird. Der Clou besteht dabei darin, dass der Blitz erst am Ende der Belichtungszeit „zündet“, so dass sich bewegende Objekte attraktive Wischspuren nach sich ziehen.

Spezielle Blitzgeräte

Ausgelöst wird ein Rotolight Neo 2 im Blitzbetrieb entweder durch ein Synchronkabel oder einen speziellen HSS Sender, der nicht nur für Canon, Nikon und Sony, sondern auch für Fuji sowie Panasonic / Olympus bei autorisierten Händlern parat liegt.

Die Videoleuchte mit ihrer integrierten Blitzfunktion kann dazu entweder auf dem Zubehörschuh (beim Einsatz eines Synchronkabels) oder auch auf einer Blitzschiene respektive völlig „entfessselt“ auf einem Stativ (ausgelöst durch den Trigger) platziert sein. Beeindruckend ist vor allem, dass ein Rotolight Neo 2 keinerlei Recyclingzeiten benötigt und auch bei hohen Serienbildgeschwindigkeiten von 7 oder 10 Bildern in der Sekunde mühelos Schritt hält. Zudem produziert das Gerät aufgrund seiner relativ großen Fläche und kreisrunden Bauform auch ohne zusätzliche Softboxen ein gefälliges (Blitz) Licht.
Auch der Walimex Light Shooter 360 stellt, trotz seiner wie ein Aufsteckblitz anmutenden Bauform, bereits eine gleichermaßen kompakte wie mobile Studioeinrichtung dar. Ein Blitz, den man auch mal nach draußen mitnimmt.

Je nach bestelltem Set, wird der Light Shooter samt dem passenden Funkauslöser (Reichweite: 50 Meter), mitunter gar samt einem Porträtobjektiv (85 mm / F 1.4) ausgeliefert. Zuweilen finden sich auch Pakete, die zusätzlich ein umfangreiches Sortiment an Lichtformern (Beauty Dish, Softbox, Durchlichtschirm) wie auch ein stabiles Stativ enthalten. Du kannst dir also deine persönliche Traumausrüstung zusammenstellen und aussuchen.

Checkliste für den Kauf von Aufsteckblitzen

Wie bei einer Kamera, solltest du dir auch vor dem Kauf eines Blitzgerätes eine kleine Checkliste mit den wichtigsten Fragen aufsetzen.

  • Brauchst du einen Systemblitz, also einen Aufsteckblitz original von Canon, Sony oder Panasonic oder reicht dir auch ein Fremdhersteller aus? Der besitzt häufig das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Zudem findest du gerade bei Fremdherstellern wie Godox häufig interessante Set-Angebote, die neben dem Aufsteckblitz gleich auch noch den passenden Auslöser sowie einen Diffusor samt Farbfolien bereitstellen. Im Umkehrschluss gibt es aber auch viele Fotografen, die sich ein Kamerasystem „aus einem Guss“ wünschen und ihrem Hersteller – auch bei den Objektiven und Blitzen – treu blieben!
  • Suchst du einen Aufsteckblitz mit besonders langem „Durchhaltevermögen“ oder bevorzugst du ein Gerät, das normale Batterien aufnimmt? Die sind in aller Regel auch im Ausland in jedem Drogerie- und Supermarkt erhältlich, erschöpfen sich jedoch schneller, als wenn in deinem Blitz ein größerer Akku verbaut ist. Bevorzugst du diese Lösung, musst du natürlich bei Reisen auch das entsprechende, zum Blitz gehörende Ladegerät mit einpacken. Denn irgendwann wird auch dem stärksten Akku die Luft ausgehen.
  • Legst du Wert darauf, dass dein Blitz ein eigenes Display und ein umfangreiches Menü besitzt oder ist dir ein direkter Zugriff über mehrere, intuitiv bedienbare Tasten wie beim Metz mecablitz 44 AF-2 vielleicht sogar lieber?
  • Wie groß oder schwer darf dein neuer Aufsteckblitz sein? Eine Frage, die gerade heute, wo die (System) Kameras immer kleiner werden, besonders aktuell ist!
  • Welche Leitzahl benötigst du, und ist dir wichtig, dass die Recyclingzeit, also jene Zeitspanne, bis du den Blitz erneut auslösen kannst, besonders kurz ist?

Zudem spielen – neben dem Preis und den technischen Details des Blitzes – auch seine Verarbeitung und die Haptik (wie fasst sich dein neuer Blitz an?) eine entscheidende Rolle. Denn natürlich soll das neue Kameraequipment ja auch robust sein und Spaß machen!


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